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28.10.2011: In der Ferne Lernen – Auszubildende des BBW sammeln Auslandserfahrung

In der Ferne Lernen
Thea und Friedrich Steiner, Inhaber des Biohotel Panorama im Vinschgau, mit den drei Auszubildenden des BBW (von links) Marco Klatt, Nadine Keßler und Marcel Böhme

Bad Arolsen. Nadine Keßler, Marcel Böhme und Marco Klatt sind drei Auszubildende des Berufsbildungswerkes (BBW). Als Helferin in der Hauswirtschaft, Koch und Beikoch sind sie im Bereich Ernährung und Hauswirtschaft in Bad Arolsen tätig. Im Rahmen ihrer Ausbildung konnten die drei Azubis einen Monat lang in die Töpfe des Biohotels Panorama im Südtiroler Vinschgau gucken. Gefördert mit Mitteln des EU-Programms Leonardo da Vinci konnten sie während ihres Betriebspraktikums Auslandserfahrungen sammeln.

Das familiengeführte Biohotel bietet auf Grund seines Konzepts viele Möglichkeiten, neue berufliche Erfahrungen zu sammeln, denn das Pflanzen, Pflegen, Düngen und Ernten aus dem eigenen Biogarten waren neue Ausbildungsinhalte für die drei jungen Menschen, die dort am Verarbeiten regionaler Produkte hautnah beteiligt waren. Zugleich standen die Auszubildenden vor der Herausforderung, sich in einer für sie fremden kulturellen Umgebung zurechtzufinden, Kontakte zu knüpfen und sich den Arbeitsanforderungen und Gepflogenheiten eines anderen Landes anzupassen. Das war für Nadine Keßler, Marcel Böhme und Marco Klatt gar nicht immer so einfach. Schon der Südtiroler Dialekt war für die drei Auszubildenden schwer zu verstehen. .Auch die Arbeitsabläufe und das Tagespensum waren eine Herausforderung, durch die die drei Auszubildenden Einblicke in die Arbeitswelt erhielten. Ungewohnt waren besonders die Arbeitszeiten im Biohotel Panorama, die in drei Schichten täglich aufgeteilt waren.

Die neuen Ausbildungsinhalte setzten die drei Auszubildenden im hauseigenen Biogarten um. Dort wurden Kohlrabi gepflanzt, Pfefferminze geerntet und essbare Blumen gepflückt. Aus den Früchten wurde ein hauseigener Obstbrand hergestellt, den die Auszubildenden in Flaschen abgefüllt haben. Und nach getaner Arbeit ließen sie sich selbst gemachte Pasta schmecken.
800 km von der Heimat entfernt wird die Zeit natürlich anders empfunden als in der gewohnten Umgebung, weil die Freizeitmöglichkeiten mit Freunden an gewohnten Orten nicht gegeben sind.

Im Ausland ist das für junge Menschen mit Behinderungen eine besondere Herausforderung, weil sie sich in einer kulturell fremden Alltagsumgebung neu orientieren und gewohnte Verhaltenweisen ändern müssen. Für die Auszubildenden ist das Praktikum erfolgreich verlaufen. Ein gutes Händchen bewies vor allem die Hotelleitung, die sich in erster Linie selbst um die Auszubildenden kümmerte. Zur Praktikumsbetreuung wurde eigens eine Skype-Verbindung eingerichtet, sodass während des Auslandsaufenthaltes zwischen den Auszubildenden in Südtirol und ihren Ausbildern in Bad Arolsen via Internet über Bild und Ton kommuniziert werden konnte.

Ansprechpartnerin:

Büro für Öffentlichkeitsarbeit
Heike Saure
Fon 05691 804-202
E-Mail: pr@bathildisheim.de