02.12.2011: Auszubildende des BBW zum Praktikum in Rotterdam

BAD AROLSEN. Ein echtes Highlight bot sich acht Auszubildenden zum Technischen Zeichner des Berufsbildungswerkes (BBW) in Bad Arolsen zum Ende ihrer Ausbildung. Für drei Wochen verlegten sie ihren Ausbildungsort nach Rotterdam, wo sie zum einen das holländische Berufsschulsystem kennen lernten, aber auch Firmenbesichtigungen durchführten und in die Arbeitswelt hineinschnuppern konnten.
Restlos begeistert zeigten sich die Azubis nach ihrer Rückkehr nicht nur von der freundlichen Aufnahme in Rotterdam, dem abwechslungsreichen und informativen Programm, sondern auch von der Unterbringung. Denn die erfolgte in den markanten Kubusbauten in Zentrumsnähe. In dem Hostel waren fast nur Jugendliche untergebracht und viele Freizeitangebote waren zu Fuß zu erreichen. Ermöglicht wurde das Praktikum durch die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (giz).
Die acht Auszubildenden im vierten Ausbildungsjahr wurden von der Ausbilderin Anne Käufer begleitet. In der ersten Woche wurden einige Firmen besichtigt und die Berufsschule kennen gelernt. Als Partnerinstitution konnte hier Zadkine Oost gewonnen werden, an der mehr als 6500 Studenten von 430 Mitarbeitern beschult werden. Ab der zweiten Woche standen Praxistage in Firmen wie ThyssenKrupp, ABB Turbocharging oder Stinis an. Aber auch Freizeitaktivitäten wie ein Besuch im Zoo, eine Fahrt nach Amsterdam, eine Werftbesichtigung und ein Tag am Meer kamen nicht zu kurz.
Bei ThyssenKrupp wurden die Azubis in der Neubau-Projektplanung unterrichtet und bekamen eine Einführung in den Aufbau eines Maschinenraums. Bei Stinis, die Greifarmsysteme für Container (Spreader) herstellen, konnten die Auszubildenden den Mitarbeitern im Zeichenbüro über die Schulter schauen und beispielsweise das Anfertigen von Baugruppen mit dem CAD System Inventor 2012 üben. Aber auch praktische Arbeiten wie das Verlegen von Hydraulikschläuchen nach Zeichnung standen an.
Begeisterung lösten auch die Aufgaben aus, die bei ABB Turbocharging übernommen wurden. Die Montage und Demontage von Turboladern sowie das Reinigen einzelner Komponenten stärkte das Gruppengefühl innerhalb des Teams. Von ABB Turbocharging konnte die Gruppe viel für ihren späteren Beruf mitnehmen. Generell könnten sich einige der Azubis gut vorstellen, im Ausland zu arbeiten. Gespräche und Anweisungen auf Englisch stellten während des dreiwöchigen Aufenthaltes kein Problem dar.
Und genau dieses Ziel verfolgte der Austausch, denn eine Fremdsprache zu beherrschen wird im künftigen Berufsleben ebenso gefordert wie der Erwerb interkultureller Kompetenz als eine von vielen „soft skills“. Neben dem positiven Effekt eines Auslandspraktikums für Bewerbungen, standen die Persönlichkeitsentwicklung und das Aufbauen internationaler Kontakte im Vordergrund des Auslandsaufenthaltes.
Besonders nachhaltig in Erinnerung geblieben ist die Besichtigung einer Baustelle. Dort installiert ThyssenKrupp für einen unterirdischen Bahnhof mehr als 90 Rolltreppen.
Einziger Wehrmutstropfen für Laura Stach, Arnold Keller, Björn Güntner, Dennis Wosnitza, Sebastian Scherf, Frederik Kitzerow, Dominik Witt und Florian Obert ist, dass sie beim Gegenbesuch der niederländischen Gruppe im Februar ihre Ausbildung im Berufsbildungswerk schon abgeschlossen haben werden.
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Heike Saure
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