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04.01.2008 Diakonie kritisiert populistische Diskussion um Integration von Migranten

Dr. Bernd Schlüter, sozialpolitischer Vorstand im Diakonischen Werk der EKD zur aktuellen Diskussion

Die Integration von Migrantinnen und Migranten ist ein wichtiges Thema der Diakonie. Ausgehend vom christlichen Menschenbild, wonach allen Menschen unabhängig von Hautfarbe, Rasse, Religion Hilfe im Bedarfsfall zusteht, setzt sich die Diakonie mit vielfältigen Diensten und Beratungsstellen für sie ein. Das Zugehen auf Fremde gehört ebenso zu den ureigenen christlichen Themen bzw. Aufgaben.
Dabei wird nicht verschwiegen, dass Integration eine zweiseitige Angelegenheit ist und dass sie auf der Grundlage der hier geltenden Werte- und Rechtsordnung, aber auch in einem integrationsfreundlichen Klima stattfinden muss.

Als Diakonie kritisieren wir an der laufenden Diskussion, dass zu Wahlkampfzwecken pauschale Äußerungen über Menschen mit Migrationshintergrund gemacht werden. Es gibt teilweise bei diesen wie auch bei Deutschstämmigen gemeinschaftsschädliche Verhaltensweisen, die nicht toleriert werden können. Sie müssen nach Recht und Gesetz von den Behörden geahndet werden. Offenbar geschieht dies nicht konsequent genug. Es geht aber zu weit, fremde Sitten und Gebräuche pauschal negativ zu bewerten.

In gleicher Weise wichtig ist eine vernünftige Bildungs- und Sozialpolitik, welche alle Bevölkerungsgruppen an ein gemeinschaftsverträgliches Verhalten heranführt. Hier gab es in den vergangenen Jahrzehnten erhebliche Defizite.

Nur durch verstärkte Bildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten, einen Ausbau der Jugendhilfeangebote und verstärkte Angebote im Rahmen der „Sozialen Stadt“ können Jugendlichen wie auch Migranten Alternativen geboten werden.

Ein gelungenes Beispiel diakonischer Arbeit sind die Neuköllner Stadtteilmütter. Sie suchen entsprechende Familien auf und informieren sie z.B. über Kinderbetreuung, Bildungseinrichtungen und Gesundheitsversorgung.

Ziel aller politischen und gesellschaftlichen Arbeit muss es sein, mehr miteinander und weniger übereinander zu sprechen.

Dr. Bernd Schlüter
Sozialpolitischer Vorstand im Diakonischen Werk der EKD .V.

Die Integration von Migrantinnen und Migranten ist ein wichtiges Thema der Diakonie. Ausgehend vom christlichen Menschenbild, wonach allen Menschen unabhängig von Hautfarbe, Rasse, Religion Hilfe im Bedarfsfall zusteht, setzt sich die Diakonie mit vielfältigen Diensten und Beratungsstellen für sie ein. Das Zugehen auf Fremde gehört ebenso zu den ureigenen christlichen Themen bzw. Aufgaben.
Dabei wird nicht verschwiegen, dass Integration eine zweiseitige Angelegenheit ist und dass sie auf der Grundlage der hier geltenden Werte- und Rechtsordnung, aber auch in einem integrationsfreundlichen Klima stattfinden muss.

Als Diakonie kritisieren wir an der laufenden Diskussion, dass zu Wahlkampfzwecken pauschale Äußerungen über Menschen mit Migrationshintergrund gemacht werden. Es gibt teilweise bei diesen wie auch bei Deutschstämmigen gemeinschaftsschädliche Verhaltensweisen, die nicht toleriert werden können. Sie müssen nach Recht und Gesetz von den Behörden geahndet werden. Offenbar geschieht dies nicht konsequent genug. Es geht aber zu weit, fremde Sitten und Gebräuche pauschal negativ zu bewerten.

In gleicher Weise wichtig ist eine vernünftige Bildungs- und Sozialpolitik, welche alle Bevölkerungsgruppen an ein gemeinschaftsverträgliches Verhalten heranführt. Hier gab es in den vergangenen Jahrzehnten erhebliche Defizite.

Nur durch verstärkte Bildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten, einen Ausbau der Jugendhilfeangebote und verstärkte Angebote im Rahmen der „Sozialen Stadt“ können Jugendlichen wie auch Migranten Alternativen geboten werden.

Ein gelungenes Beispiel diakonischer Arbeit sind die Neuköllner Stadtteilmütter. Sie suchen entsprechende Familien auf und informieren sie z.B. über Kinderbetreuung, Bildungseinrichtungen und Gesundheitsversorgung.

Ziel aller politischen und gesellschaftlichen Arbeit muss es sein, mehr miteinander und weniger übereinander zu sprechen.

Dr. Bernd Schlüter
Sozialpolitischer Vorstand im Diakonischen Werk der EKD .V.