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Armut zum Schämen

Broschüre der Diakonie: Bedürftigen fehlt Geld, aber auch sozialer Kontakt

Aus der Broschüre:
Der Regelsatz laut Sozialgesetzbuch beträgt für Kinder und Jugendliche 208 Euro. Für Ernährung sind darin 2,28 Euro pro Tag vorgesehen. Allein das Mittagessen in manchen Kindertagesstätten und Schulen kostet bereits 2,50 bis 3,50 Euro.
Quelle: Armut hat viele Gesichter, erhältlich über: Diakonisches Werk Kurhessen-Waldeck, Kölnische Straße 136, 34119 Kassel, Tel. 0561/1095-103

Zahlen zur Armut

  • Menschen, die weniger als 900 Euro im Monat zum Leben haben, gelten in Deutschland als von Armut gefährdet. Wem weniger als 750 Euro zur Verfügung stehen, gilt als arm.
  • Alleinstehende erhalten nach dem Sozialgesetzbuch folgende Leistungen pro Monat: 347 Euro (Regelleistung) bis zu 228 Euro Miete beispielsweise 40 Euro Heizung, gesamt: 615 Euro

    “An der Berechnung wird deutlich, dass mit diesen Leistungen ein Leben deutlich unterhalb der Armutsgrenze gegeben ist.” Margret Arzt, Leiterin des Diakonischen Werks Schwalm-Eder

    Leistungen für ein Ehepaar mit zwei Kindern (fünf und 15 Jahre alt):
    312 Euro Ehemann
    312 Euro Ehefrau
    208 Euro Kind (fünf Jahre)
    278 Euro Kind (15 Jahre)
    bis zu 400 Euro Miete
    beispielsweise 80 Euro
    Heizkosten
    Gesamt: 1590 Euro.
    Davon müssen Kosten für Ernährung, Bekleidung, Körperpflege, aber auch die Anschaffung von Geräten finanziert werden.

    Aus: HNA Online vom Freitag, 28.03. (hro)