18.09.2009: 50 laufende Meter für die Pflege
Zur Aktion 'Weil wir es wert sind'
Berlin (DW EKD – Online) – Mit einer ungewöhnlichen „Stimmabgabe“ gegenüber den politischen Akteuren im Land, hat die Diakonie eine Woche vor der Bundestagswahl auf die Situation in der Pflege aufmerksam gemacht.
Weit mehr als 20.000 Unterschriften in vier Monaten. Mehrfach schon mussten Plakate, Flyer und Listen nachgedruckt und versandt werden. Ein Ende des Interesses an der Aktion und der Nachfrage zu Beteiligungsmöglichkeiten sind noch längst nicht in Sicht.
Mit der Übergabe der Unterschriften und Fotos an den Bundestag und die politischen Parteien macht die Diakonie Druck, in der nächsten Legislaturperiode des Deutschen Bundestages die Sozialgesetzgebung zu ändern und die Bedingungen in der Pflege deutlich zu verbessern.
Leistungsgerechte Bezahlung und eine zukunfts- und wertorientierte Pflege müssen dabei im Mittelpunkt stehen. “Mindestlöhne lösen das Problem nicht. Wir fordern ganz konkret eine Anpassung der Sozialgesetzgebung. Tariflöhne sollen respektiert und vollständig refinanziert werden.” forderte deshalb Klaus-Dieter Kottnik, Präsident des Diakonischen Werkes der EKD bereits zu Beginn der Aktion.
Eingebettet ist die Forderung nach einer gerechten Bezahlung in ein Gesamtkonzept einer zukunftsorientierten Pflege. Es umfasst die Finanzierung und Qualitätssicherung der Pflege, die Qualifizierung und Motivierung der Pflegekräfte sowie die Entlastung der pflegenden Angehörigen.