Zwölf Ehrenamtliche betreuen Demenzkranke im Oberen Edertal

(cyx) Sie spielen Memory und hören Schallplatten, schauen sich Bilderalben an und lesen aus der Zeitung vor: zwölf Ehrenamtliche betreuen im Auftrag der Diakoniestation an Demenz erkrankte Menschen im Oberen Edertal. Das Demenz-Betreuungsprojekt soll Angehörige entlasten und den Betroffenen Freude bringen.
Im April vergangenen Jahres hatte Harald Gran von der Diakoniestation des Dekanates Biedenkopf das Betreuungsangebot gestartet. Damit hatte die Diakoniestation ein Angebot des Gesetzgebers in der Region verwirklicht: wo der medizinische Dienst der Pflegekassen einen „erhöhten Betreuungsbedarf“ anerkennt – beispielsweise bei dementen Menschen – da gibt es bis zu 200 Euro im Monat für „Betreuungsleistungen“ eines entsprechend anerkannten Dienstes. Zu den „Betreuungsleistungen“ gehören beispielsweise Spaziergänge oder Besuche am Pflegebett, Spiele, gemeinsames Fernsehen oder Vorlesen. „Zu dem Betreuen gehört immer das Zuhören, Unterhalten und Zuwenden“, erklärt Harald Gran und betont: „Das Betreuen ist keine Pflege und keine hauswirtschaftliche Versorgung.“ Weil der Gesetzgeber mit den Betreuungsleistungen“ ein „niedrigschwelliges Angebot“ schaffen wollte, können ehrenamtliche Mitarbeiter die bedürftigen Personen betreuen. Die Ehrenamtlichen werden im Vorfeld für ihre Aufgaben qualifiziert und bekommen dann für die Betreuungsbesuche eine Aufwandsentschädigung.
Die Diakoniestation im Oberen Edertal sucht weiter nach Ehrenamtlichen, die in den Gemeinden Hatzfeld, Battenberg und Allendorf gegen eine Aufwandsentschädigung demenzkranke Menschen betreuen möchten. Wer einen demenzkranken Angehörigen zuhause pflegt, kann sich ebenfalls bei Harald Gran über das Betreuungsangebot informieren. Kontakt: Harald Gran, Diakoniestation des evangelischlutherischen Dekanates Biedenkopf, Telefon: 0171/5134332 oder 06461/98490.