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02.03.2011 - Landrat besucht Rehazentrum Bathildisheim

Gruppenfoto
: Einblicke in den Alltag in der Karl-Preising-Schule: Dr. Reinhardt Kubat besucht die Schüler des Kurses 3a. Im Hintergrund: Führungskräfte der Behindertenhilfe des Rehazentrums Bathidisheim

BAD AROLSEN. „Toll, wie sich die Kinder mit ihren unterschiedlich starken Behinderungen gegenseitig unterstützen“, freute sich Landrat Dr. Reinhard Kubat nach seinem Rundgang durch die Karl-Preising-Schule. Er hatte das Rehazentrum Bathildisheim besucht, um sich vor Ort über die Arbeit, aktuelle Entwicklungen und Perspektiven der großen Einrichtung der Behindertenhilfe in Nordwaldeck zu informieren.

Dabei ging es auch um den Gesetzentwurf zur inklusiven Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit Anspruch auf sonderpädagogische Förderung, der zurzeit im Hessischen Landtag debattiert wird. Künftig sollen diese Schüler das Recht haben, in Regelschulen beschult zu werden.

Eberhard Eckhardt, Leiter der Karl-Preising-Schule (KPS), sieht das Recht auf inklusive Beschulung grundsätzlich positiv. Dabei müsse aber sichergestellt sein, dass die Umsetzung pädagogisch verantwortungsvoll geschieht und dem speziellen Förderbedarf der Schüler auch in der Regelschule Rechnung getragen werden kann.

In der KPS werden über 400 Schüler mit unterschiedlichem sonderpädagogischen Förderbedarf in kleinen Kursen unterrichtet. „Es wird sicher nicht möglich sein, alle diese Kinder und Jugendlichen kurz- oder mittelfristig in der Regelschule zu fördern. Es muss deshalb aber auch gewährleistet sein, dass unsere Schule nicht zur Rest-Schule für schwerer und schwerstbehinderte junge Menschen wird. Die haben dann kein entsprechendes Umfeld mit den nötigen Anregungssituationen“, fordert der Schulleiter.

Wie inklusive Beschulung in pädagogischer Verantwortung umgesetzt werden kann, will die KPS am Standort Rosenthal dokumentieren. Hier arbeitet die Außenstelle in der Schulgemeinschaft Rosenthal eng mit der örtlichen Grundschule zusammen. Neben vielen gemeinsamen Projekten ist für das nächste Schuljahr eine gemeinsame erste Klasse geplant.

Ein weiteres Gesprächsthema mit Dr. Reinhard Kubat war die Dezentralisierung im Bereich des Wohnens für erwachsene Menschen. „Entsprechend der Wünsche der Menschen mit Behinderungen setzen wir auf neue stadtnahe Wohnmöglichkeiten und ambulante Betreuungsangebote gerade auch für Menschen mit schweren Behinderungen“, sagte Bathildisheim-Vorstand Albert Schmidt. Ein erfolgreiches Beispiel dafür ist das Wohnhaus am Bickeweg in der Kernstadt von Bad Arolsen.

Michael Michels, pädagogischer Leiter des Geschäftsbereichs, stellte dar, dass das Bathildisheim plant, 48 Wohnplätze vom zentralen Standort in Bad Arolsen-Neu Berich in dezentrale Wohnangebote in Volkmarsen, Wolfhagen und Bad Arolsen umzuwandeln.

Büro für Öffentlichkeitsarbeit
Kerstin Klein
Fon 05691 804-202
E-Mail: pr@bathildisheim.de

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